- Home
- » Projekt »
- Kikis Kitchen
Food-Influencerin schafft Genuss-Hotspot
Aus Butter, Mehl und Zucker backen viele einen Kuchen, Kiki Aweimer ebenfalls – und hat daraus zusätzlich ein erfolgreiches Unternehmen geformt.
Die reichweitenstarke Food-Influencerin erreicht mit ihren Rezept-Tutorials über ihre Social Media-Kanäle ein Millionenpublikum. Im eignen Online-Shop verkauft sie Zutaten sowie selbstentwickeltes Koch- und Backzubehör. Und in ihrem ersten Café und Geschäft im Ruhr Park gibt es „Kikis Kitchen“ sogar zum Kosten: von ihrem be- wie gerühmten San Sebastian Cheesecake über cremige Kuchen-Toppings bis hin zum frisch gebrühten Cappuccino – alles to go. Ist sie vor Ort, gibt es die Food-Influencerin auch zum Anfassen: eine Umarmung fürs Selfie zwischen pinken Blütengirlanden und rosa Verkaufsregalen. Manche Fans kommen dafür aus anderen Bundes- oder Nachbarländern.


Vom Hobby zum Start-up-Erfolg
„Das ist einfach schön“, freut sich die Bochumerin über die Begeisterung. Den Erfolg in der Küche und vor der Kamera teilt sie sich mit ihrem Ehemann Hamza, Weggefährte und Geschäftspartner zugleich. Gemeinsam legten sie nach dem Grundstudium der Wirtschaftsinformatik und dem zweiten Semester in Betriebswirtschaftslehre die universitäre Ausbildung auf Eis. Die Nachfrage auf YouTube nach neuen Clips und Tipps aus „Kikis Kitchen“ war so groß geworden, dass einfach der Zeitpunkt gekommen war, sich zu entscheiden: weiter zu studieren oder das Hobby zum Beruf zu machen. „Es war eine Kopf- und Bauchentscheidung zugleich“, sagt die heute 31-Jährige. Ein Entschluss und Start-up-Erfolg, für den es 2023 den Gründungspreis NRW für den dritten, mit 10.000 Euro prämierten Platz im landesweiten Wettbewerb „MUT“ gab.
Was im Clip auf YouTube so leicht und einfach wirkt, ist stundenlange Arbeit, am Ofen und Herd, vor und hinter der Kamera. Bis zu sechs Stunden kann ein Dreh für eine aufwändige Torte dauern, fertig geschnitten und ausspielbereit ist das Video damit längst noch nicht. Auch nicht, wenn sich Follower*innen „was Einfaches für zwei linke Hände“ zum Nachbacken oder Nachkochen wünschen.
Entwickelt in Bochum und made in Germany
Bei der Produktion kann es passieren, dass sich Kiki Aweimer schon mal über Küchengeräte ärgert. So ließen sich mit herkömmlichen Streichutensilien Kuchen und Torten nicht optimal mit Cremes „überziehen“. Die eine – eine so genannte Palette – war nicht ideal für die runde Springform geeignet, die andere hatte ergonomisch den falschen Winkel. Die nötigen Verbesserungen für beide Werkzeuge hielt Kiki Aweimer nachts am Küchentisch mit Bleistift auf Papier fest und entwarf je eine eigene Streich- und Winkelpalette. Beide Modelle bietet sie in ihrem Online-Shop und in ihrem Geschäft im Ruhr Park an – Innovation für den Küchenalltag, entwickelt in Bochum und zudem „made in Germany“. Das gilt auch für andere der rund 200 eigenen Artikel, die es bei „Kikis Kitchen“ gibt. Wann immer es machbar, der Aufpreis vertretbar ist, werden die Produkte in Deutschland hergestellt. 600 Artikel umfasst das gesamte Sortiment des beliebten Online-Shops, ein großer Teil davon ist auch im Store im RuhrPark erhältlich.

Weltweit auf Rezeptsuche und Wachstumskurs
Ihre Vorliebe und ihr Händchen fürs Backen und Kochen verdankt die 31-Jährige ihrer Mama, die selbst ein Café mit eigener Backstube in Herne betrieben hat. Dass „Kikis Kitchen“ in Bochum steht – gebacken, gekocht und gedreht wird immer noch in der eigenen Küche –, war für Kiki Aweimer keine Frage: „Bochum ist eine Food-Metropole! Was man hier alles probieren und genießen kann, ist super“, schwärmt sie über Vielfalt und Qualität des kulinarischen Angebots. Und sie freut sich, der Stadt mit dem eigenen Café einen weiteren Genuss-Hotspot geschenkt zu haben. Der Kassenschlager: ihr San Sebastian Cheesecake. „Total cremig, so cremig, dass er gelöffelt wird“, schmunzelt sie. Dazu empfiehlt sie ihre Haselnuss- oder – für Experimentierfreudige – ihre Pistaziencreme. Das Kuchenrezept selbst ist kein Geheimnis, die Kommentarspalten auf Kikis YouTube-Kanal sind voll mit Lob von allen, die es ausprobiert haben. Mit ihrer „Kikimunity“ tauscht sie sich eng aus.
Als Content-Creatorin ist sie mit ihrem Mann Hamza gerne deutschland-, aber auch weltweit auf Foodspot-Suche. Am liebsten bleibt sie dabei unerkannt, stellt besondere Entdeckungen danach auf ihren Kanälen vor. Das Rezept für ihren saftigen Schokoladenkuchen – gebacken mit viel Butter und bei wenig Hitze in drei einzelnen Formen – ist ein Mitbringsel aus Dubai.
Wie ihr Rezeptbuch wächst „Kikis Kitchen“. Gestartet auf 30 Quadratmetern im Kinderzimmer, braucht der Online-Shop mittlerweile rund 2.200 Quadratmeter. Absehbar darf sich das Ruhrgebiet über ein zweites Café freuen. Standort-Angebote und Franchise-Anfragen für „Kiki-Stores“ gab es auch aus anderen Regionen und deutschen Großstädten. Unterstützt von der 70-köpfigen Kiki-Crew in Bochum gilt aber: „Wir haben hier alles, was wir brauchen, um erfolgreich zu sein“, sagt Kiki Aweimer. Und: „Wir sind gerne vor Ort und halten das Geschäft selbst in Händen.“
#darumBochum: Kiki Aweimer
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren



Weitere Erfolgsgeschichten

Meerkat
„Die Zukunft gestaltet sich nicht von allein“, sagt Jörg Holstein. Der Gründer der VISUS Health IT und geschäftsführende Gesellschafter der Meerkat Holding möchte in einer Welt leben, die Raum für neue Arbeitswelten und medizinische Anwendungen bietet, die den Menschen dienen. Daher investiert er über Meerkat in überzeugende Gründungsideen für das Gesundheitswesen. „Smart Money for Smart Health“, formuliert es der IT-Unternehmer.
Der Fokus bei den Geschäftsideen, -visionen und -modellen, die Meerkat fördert, liegt auf IT-Lösungen und Software-getriebenen Innovationen. Zu diesen zählt der Therapieball von „ichó systems“. Das Produkt des Duisburger Start-ups steckt voller Sensoren, Mikros und Lautsprecher und kann mit Apps für eine passgenaue Behandlung bestückt werden.

GLS Bank
#darumBochum: Aysel Osmanoglu
Auf der Unternehmenswebseite der GLS Bank, die ihren Firmensitz an der Christstraße in Bochum hat, heißt es: „Mit unserem zukunftsweisenden Bankgeschäft setzen wir Maßstäbe für solidarisches Wirtschaften innerhalb der planetaren Grenzen. Und das bereits seit 1974.“ Was sich zunächst wie ein netter Werbetext anhört, ist auf dem zweiten Blick – oder Klick – mit ganz viel Leben und nachhaltigen Projekten gefüllt, denen sich die GLS Bank verschrieben hat. Mit ihrer Karriere lebt Vorstandssprecherin Aysel Osmanoglu diese Haltung auf außergewöhnliche Art und Weise vor.

Radar Media
#darumBochum: Heri Reipöler
Was aus dem Traum einer eigenen großen Karriere als Musiker begann, wurde über die Jahre zu einer (beruflichen) Laufbahn der Konzerte und Festivals hinter den Kulissen. Von B wie Bochum Total bis Z wie Zeltfestival Ruhr – und ganz viel dazwischen: Heri Reipöler hat in seinem bisherigen Leben nicht nur viel Musik gehört und gesehen, sondern vor allem federführend mitgewirkt, dass auf den Bühnen Bochums und der Welt beeindruckende Acts für Begeisterung und Ekstase im Publikum sorgten.

Ruhr-Universität Bochum
#darumBochum: Dr. Christina Reinhardt
Als Kanzlerin der Ruhr-Universität Bochum verantwortet Dr. Christina Reinhardt die Bereiche Finanzen, Recht, Personal, Infrastruktur und IT und leitet die Verwaltung. „Inhaltlich beschäftigen mich am meisten die digitale Transformation, die bauliche Sanierung und komplexe Finanzaufgaben“, erläutert die 56-Jährige. „Die strategische Weiterentwicklung der Universität ist eine Aufgabe des Rektorats. Als Kanzlerin bin ich mittendrin, mit einer besonderen Perspektive – zum Beispiel mit Blick auf Finanzen und Bau. Meine Kernaufgaben sind vor allem Führung und Kommunikation.“ Als Kanzlerin versteht sich Christina Reinhardt als Übersetzerin zwischen Verwaltung und Wissenschaft, Forschung und Lehre.

Lidrotec
#darumBochum: Jan Hoppius
Sie stecken in Handys, Autos, PC, aber auch in EC-Karten, Waschmaschinen und Sonnenkollektoren: Wafer. Ein modernes Leben ist ohne diese smarten Träger für Mikrochips schlicht nicht denkbar. Um die Millimeter dünnen Scheiben meist aus Silizium für Chiphersteller zuzuschneiden, hat das Bochumer Unternehmen Lidrotec ein neues, weltweit einzigartiges Verfahren entwickelt.
Jan Hoppius und seine Mitgründer setzen einen Ultrakurzpuls-Laser ein und schneiden die in der Regel waffelrunden Wafer unter Flüssigkeit. Diese kühlt und spült die Schnittflächen. LidroCut heißt das patentierte technische Verfahren, das verborgen in einer schrankgroßen Maschine steckt: dem LidroDicer. Der erledigt seine Arbeit schnell, geräuschlos, sauber und präzise. „Wir haben Schärfe und Geschwindigkeit in der Wafer-Technologie neu definiert“, schildert Jan Hoppius, Entwicklungsleiter von Lidrotec.

Bochum Total
#darumBochum: Marcus Gloria
Eigentlich wollte Marcus Gloria Rockstar werden. Zum Glück hat er sich für die andere Seite entschieden und bringt bei „Bochum Total“ Nachwuchskünstler und große Musikstars auf die Bühne. Dass Bochum ein „Hotspot der Live-Kultur“ geworden ist, hat auch mit der Person des heute 61-Jährigen zu tun. Der vierfache Familienvater pflegt privat ein ruhiges Leben auf einem Bauernhof an der Stadtgrenze von Bochum und Witten, doch beruflich sorgt er dafür, dass in der Innenstadt jeden Sommer die Hunderttausende singen, tanzen, feiern, einfach eine gute Zeit haben.